Auktion vom 8.8.2015
19. Jahrhundert. Hochrechteckiges, geflachtes Corpus mit passiger Schulter. Schraubverschluss mit beweglichem Griff. Eine Wandung floral ziseliert und mit Besitzer-Nennung und Datierung graviert:„18 C. Stier 36“. Die andere Seite mit Gravur eines Sinnspruches: „Der Bauer pflügt und sät, / u. Gott giebt das Gedeihn / drum ist er gut’s Mut’s / bei seinem Fläschen Wein“. Auf dem Schraubdeckel zwei Punzen, Altersspuren, eine Delle, Höhe: ca. 25 cm.
Zinn-Schraubkanne mit Tierkopf-Ausguß, geschweiftem Henkel und Schraubverschluß mit Tragegriff. Wandung umlaufend diagonal gebuckelt. Am Boden runde Punze mit Frauengestalt, Attribute: Schlüssel und Hund. Höhe: ca. 30 cm.
Mitte 18. Jahrhundert. Zinnkanne mit Ringhenkel und Bajonettverschluss, der separate Ausguß mit scharniertem Deckel, im Boden Bodenrosette. Am Deckel des Ausgusses Meistermarke Johannes Weber / Zürich. Altersspuren, Höhe: ca. 33 cm.
Silber mit Resten von Vergoldung. Zwölf Apostellöffel (Länge: je ca. 11,5 cm) und zwei größere Löffel mit Darstellungen von St. Andreas und St. Philippus (Länge: je ca. 19,5 cm).
Die Apostellöffel jeweils mit glattwandiger Laffe, die Stiele im vorderen Teil mit Pfauenmotiv reliefiert, im hinteren Teil spiralig gedreht, Abschlüsse in Form plastisch ausgearbeiteter Apostelfiguren. Die zwei größeren Löffel ebenfalls mit glattwandigen Laffen, die Stiele im vorderen Bereich arabesk reliefiert mit halbplastischem Engelsköpfchen, im hinteren Bereich schauseitig graviert „St. Philippus“ und „St. Andreas“. Die Abschlüsse als entsprechende Heiligenfiguren plastisch ausgebildet. Die Stiele der beiden größeren Löffel im Dekor leicht variierend.
Sechs Apostellöffel mit jeweils zwei Punzen an der Rückseite der Laffe: Buchstabenpunze „G“ unter Krone sowie floraler Punze (eventuell auf Paris 18. Jahrhundert deutend ?). Dieübrigen sechs Apostellöffel ebenfalls mit floraler Punze sowie einer Kreuzpunze im Kreis, in ähnlicher Form bei M. Rosenberg, Bd. IV, Nr. 9478 /9479 unter den „Unbekannten Marken“ für das 16. Jahrhundert verzeichnet. Ein großer Löffel mit Buchstabenpunze „G“ unter Krone, der zweite große Löffel mit Punzierung „CoT“ sowie beriebener Punze. Eventuell Historismus mit Anspielung auf barocke Punzen? Gesamtgewicht: ca. 374 g.
Sechs Fischmesser und sechs Fischgabeln, deutsch, 800er Silber, Herstellerpunze Vereinigte Silberwarenfabriken AG Düsseldorf. Entwurf der Neuen Sachlichkeit, Griffenden mit geometrisierendem Rillendekor. Auf allen Teilen Besitzermonogramm „B“. Gesamtgewicht: ca. 609 g. Kasten der Firma „C. W. Wilcke&Gierth / Hamburg.
1) Drei Bodenpunzen, Suhl, um 1880 / 1900. Gefußter Humpen mit konischer Wandung und Deckelmontierung. Die Wandung umlaufend drei Zierbänder, mittig Buckelfries. Im Deckel integrierte Münz-Plakette eines Viertel Schildtaler aus Hall. Höhe: ca. 21 cm.
2) Drei Bodenpunzen, Suhl, Ende 19. Jahrhundert. Facettierte Schraub-Kanne mit Buckel-Dekorauf drei Kugelfüßen. Tierkopf-Ausguß und Bandhenkel. Höhe: ca. 22 cm.
Jugendstilkanne um 1905, entworfen von Hugo Leven für Kayser-Zinn. Schlanke Zinnkanne mit sechsfach facettierter Wandung, seitlichem Henkel und Deckelmontierung mit Daumendrücker. Schau- und rückseitig reliefiertes Hopfen-Dekor. Am Boden Signé „Kayserzinn“ sowie Modellnummer „4658“. Höhe: ca. 38 cm.
19. Jahrhundert. Dreipassig geschweifter Standfuß mit Puttenköpfen in den Flächen. Mehrfach getreppter Säulenschaft, die Tüllen mit Dorn. Hohlguß, Metall versilbert, Höhe jeweils 49 cm.
Am Mittelschaft des einen Leuchters eingraviert mehrere Namen von Männern eines Vereins/einer Verbindung (?)
, z. B. L. Kollmann, Mich. Buchele, Anton Holzmann, J. B. Köbel, Alois Keppeler, Ant. Ruf, Joh. Christ. Gerstmayr, Max Berchler, Joh. Nep. Egger, Andr. Sailer u. a. / Altersspuren, Bereibungen etc.
800er Silber. Runde, elegante Silberschale, gefußt, die ausgestellte Fahne umlaufend reliefiertes Arabesken-Ornament mit eingestellten Fabelwesen. Am Boden gestempelt „800 M“. Gesamtgewicht: ca. 320 g.
Zwei Ziervasen, Bronze und Messing, vergoldet, 19. Jahrhundert. Jeweils auf quadratische Plinthe montierte, zweihenklige Krater-Vasen, die Wandung umlaufend im Relief gearbeitete Putten-Szenen, verschiedene Berufe darstellend. Klassizistische Zierfriese an Fuß und Mündung. In der Bodenplatte jeweils bezeichnet „XH 66 / 181 / 92681“. Partiell Altersspuren, Höhe: je ca. 20 cm.