Auktion vom 8.8.2015
Konvolut Meissen mit polychromer Blumenbukett- und Streublumen-Malerei sowie Goldränderung. Am Boden unterschiedliche Schwertermarken:
1) Kleines Schälchen, Länge: ca. 10 cm, Jubiläumsmarke 1710-1935, erste Wahl.
2) Ovales Schälchen, Länge: ca. 15,5 cm, zweite Hälfte 20. Jh., zwei Schleifstriche.
3) Ovale Schale, Länge: ca. 26,5 cm, Pfeiffer-Marke 1924-1934.
4) Mokka-Tässchen mit Untertasse, Knaufschwertermarke, 1850-1924, erste Wahl.
5) Dito.
6) Passige Deckeldose mit Blüten-Nodus, Höhe: ca. 11 cm, Knaufschwertermarke, 1850-1924, erste Wahl.
7) Löffel Meissen, Länge: ca. 21,5 cm, Knaufschwertermarke, 1850-1924, erste Wahl, kleiner Randchip an der Laffe.
8) Stangenvase mit ausgestellter Mündung, Höhe: ca. 24 cm, zweite Hälfte 20. Jahrhundert, erste Wahl.
Fayence - Walzenkrug mit Zinndeckel-Montierung und zinn-montiertem Stand, erste Hälfte 18. Jahrhundert. Am Boden Blaumarke „AL“. Mangangestupfte Wandung, schauseitig blumengefüllte Kartuschenreserve mit Rankenwerk in Blau. Auf dem Zinndeckel gravierte Initialen und Datierung „CL / 1730“. Im Zinndeckel drei Punzen. Geringe Glasurabplatzungen am Henkel, eine Lötstelle im Deckel. Im Innenboden geringe Haarrißbildung. Guter Gesamtzustand. Höhe: ca. 31 cm. Vergleichsstück siehe: Gert Nagel, Fayencen, München 1977, S. 80, Nr. 71.
Fayence, am Boden blaue Marke„T“ mit Unterstrich, vermutlich Hubertusburg / Sachsen 1770-1776. Birnkrug mit Zinn-Fußring und Zinn-Deckelmontierung. Im Zinndeckel drei Punzen. Manganjaspierte Wandung mit farbiger Scharffeuerfarben- und Muffelfarben-Malerei. Schauseitig Kartuschenreserve mit Blumenvasen-Motiv, seitlich Blumenmotive. Henkel an den Kanten leicht berieben, im Innenboden Glasur-Abplatzungen, winziges Loch im Daumendrücker. Höhe: ca. 26 cm.
Tierplastik Meissen, unterglasur blaue Schwertermarke Meissen und Ritz-Schwertermarke Meissen mit Zusatz„weiß“, verwendet für Weißporzellan. Entwurf Max Esser für Meissen 1937. Auf eine ebonisierte, quadratische Holz-Plinthe montierte Figur einer Möwe auf der schäumenden Spitze eines Wellenkamms, inder Bewegung festgehalten. Höhe der Porzellanfigur (ohne Sockel): ca. 40 cm. Minimale Einkerbung am Rand der Holz-Plinthe.
Nach einem Modell von Johann Peter Melchior, entworfen um 1775. Am Boden Höchster Radmarke, vermutlich Passau, Dressel, Kister&Cie, 1902-1904. Mädchen in Kleid und Haube, auf einem naturalistisch staffierten Landschaftssockel, in der Rechten einen Schläger haltend, in ausholender Bewegung. Eine Fingerkuppe minimal beschädigt, Höhe: ca. 13,5 cm.
Herend / Ungarn, erste Hälfte 20. Jahrhundert. Tassen und Untertassen mit partieller Reliefierung in Flechtoptik. Wandungen außen mit polychromer Blumenbukettmalerei und Streublumen dekoriert, Innenwandung der Tassen mit Streublumen. Goldränderung, Goldstaffage partiell berieben. Tassenhöhe: ca. 6 cm, Durchmesser Untertasse: ca. 15 cm.
Kleiner Fayence-Krug (Damenkrug) mit Zinn-Standring und Zinn-Deckelmontierung, Anfang 19. Jahrhundert. Auf der weiß-meliert glasierten Wandung Blumen-Zweig in den Scharffeuerfarben Mangan, Grün und Gelb, flankierend jeweils zwei Streublüten. Inwandig ein Haarriß, Altersspuren Höhe: ca. 13,5 cm.
Um 1900. Pressmarke Rautenschild Nymphenburg sowie unterglasur blaue CT-Marke Frankenthal. Um 1900 produzierte Nymphenburg nach erhaltenen Frankenthaler Modellen. Figurengruppe wohl mit mythologisch begründeter Anspielung auf Schönheit und Eitelkeit. Junge Schönheit mit Rosenblüten in ihrem Schoß, die von einer zweiten jungen Frau frisiert wird. Dabei hält ihr eine geflügelte Amorette einen Spiegel vor. Eine Zacke des Sterns an der Stirn minimal bestoßen, Blattbesatz des Baumes partiell bestoßen. Höhe: ca. 35 cm.
Um 1900. Fein gemalte Szene aus der Französischen Revolution: Napoleon Bonaparte schwenkt die Tricolore in der Schlacht gegen Österreich auf der Brücke von Arcole (Italien) am 15. November 1796. Bei ihm General Muiron, der hier den Tod fand. Nach einem Gemälde von John Clark Ridpath aus dem Jahr 1901. Wohl um 1910.
Fein ausgeführtes Porzellangemälde, unten rechts signiert „Francois“, ca. 17 x 13 cm (von schützendem Metallrahmen verdeckt), unter Glas in Zierrahmen. Porzellan - Manufaktur nicht ermittelt, da verdeckt.
Schwarzburger Werkstätten 1910-1949, am Boden Pressmarke „Schwarzburger Werk“ mit Fuchsmarke und Modellnummer „U 1061“. Entwurf Wilhelm Neuhäuser, Namenszug „Neuhäuser“ am rückwärtigen Rand des Natursockels. Naturalistisch staffierter Eichelhäher, auf einem unbemalten Sockel in Astoptik sitzend, mit seinem Schnabel in gebeugter Haltung eine Frucht in seinen Krallen zerlegend. Höhe: ca. 19,5 cm.