Auktion vom 28.1.2023: Gemälde

Objekte 21 bis 24 von 24, Seite 3 von 3

Wohl David Teniers II.: Antwerpen 1610 - 1690 Brüssel. Vielseitiger Historien- und Figurenmaler, Porträts, Genreszenen (Zechende Bauern, Spieler, Trinker, Hirten, Kirmesfeste , Gelehrte, Ärzte, Alchimisten, Zauberer, Hexen, Zahnbrecher etc.). Teniers wurde 1632 Meister, 1645 Dekan der Lukasgilde in Antwerpen. Seit 1651 Hofmaler von Erzherzog Leopold Wilhelm in Brüssel, 1665 Gründung der Antwerpener Kunstakademie.

Motiv: Vielfigurige Szenerie in einer ärztlichen Praxis: Während der Arzt das blutende Schienbein eines Patienten behandelt, widmet sich im linken Bildfeld eine stehende Dame einem auf einem Stuhl sitzenden Zahnpatienten. Zwei weitere Herren beobachten die Szenerie in dem Behandlungsraum, während ein dritter Herr zur Tür hereinkommt. Das Interieur, das gleichsam einer Art früher Poliklinik gleichkommt, ist mit medizinischen Utensilien in und auf verschiedenen Regalen sowie mit Mobiliar und zwei Wandgemälden reich ausgestattet.

Öl auf Leinwand, doubliert, ca. 56 x 77,5 cm, moderner Rahmen (ca. 72 x 94 cm). Restaurierter Zustand, kleine Retuschen.

Lit.: Thieme/Becker Bd. 32, S. 527 f.; Benezit Bd. 13, S. 529 f.

Adolf Ignatievich Ladurner: Paris 1798/99 - 1855 St. Petersburg. Studium bei H. Vernet in Paris. Seit 1830 in St. Petersburg ansässig und tätig. Seine realistischen Motive sind - insbesondere im Auftrag Zar Nikolaus I., dessen bevorzugter Künstler Ladurner war - Militärparaden, Festivitäten, Bildnisse und Darstellungen der Armee.

Motiv: In Reih und Glied unter wolkenverhangenem Himmel aufmarschierende bewaffnete Infanteristen in einer weiten Ebene, begleitet von Kavalleristen.

Öl auf festem Karton, unsigniert/unbezeichnet, ca. 13,5 x 22 cm, in wohl originalem Rahmen.

Die Bildkomposition entspricht in wesentlichen Teilen einigen bekannten, in Motivsetzung, Format und Ausführung ähnlichen Gemälden von Ladurner.

Lit.: Thieme/Becker Bd. 22, S. 192; Benezit Bd. 8, S. 142. Rückseitig auf dem Karton in Druckschrift die Buchstaben-/Zahlenfolge „EVS66“.

Adolf Ignatievich Ladurner: Paris 1798/99 - 1855 St. Petersburg. Studium bei H. Vernet in Paris. Seit 1830 in St. Petersburg ansässig und tätig. Seine realistischen Motive sind - insbesondere im Auftrag Zar Nikolaus I., dessen bevorzugter Künstler Ladurner war - Militärparaden, Festivitäten, Bildnisse und Darstellungen der Armee.

Motiv: Im Kreuzgang eines Palastflügels versammeln sich zahlreiche Personen aus Militär und Zivilgesellschaft. Gegenüberliegend die Hauptfassade des Schlosses, auf dessen Hofseite sich mehrere Soldaten aufhalten. Vermutlich eine höfische Szene aus St. Petersburg.

Öl auf festem Karton, unsigniert/unbezeichnet, ca. 16,5 x 23,5 cm, in wohl originalem Rahmen.

Die Bildkomposition entspricht in wesentlichen Teilen einigen bekannten, in Motivsetzung, Format und Ausführung ähnlichen Gemälden von Ladurner.

Lit.: Thieme/Becker Bd. 22, S. 192; Benezit Bd. 8, S. 142. Rückseitig auf dem Karton in Druckschrift die Buchstaben-/Zahlenfolge „EVS66“.

Hinterglasmalerei, wohl Mainfranken, datiert 1758. Sog „Nonnenspiegel“.

Motive: 1. Von Blumen umrankte Darstellung einer in ein weißes Brokatkleid und rot - blauen Samtumhang gekleideten „Mondsichelmadonna“ oder „Madonna im Strahlenkranz“, auf der Weltkugel stehend. Um ihr Haupt ein Strahlenkranz mit zwölf Sternen, die die Stämme Israels symbolisieren. Der Erdball wird umwunden von der Schlange als Symbol der Erbsünde und des Bösen. Maria setzt einen Fuß auf die Schlange, Zeichen des Sieges und für die unbefleckte Empfängnis (Immaculata). 2. Der heilige Johannes der Täufer in rotem Gewand, mit Strahlenkrone, das Lamm auf den Schultern tragend und in der Linken den Hirtenstab haltend. Zu seinen Füßen drei weitere Lämmer, gesäumt von Bäumchen.

Format jeweils ca. 36 x 29 cm. Auf den Rückseiten jeweils eine Holzplatte als Schutzdeckel (eine davon rezent). Die originalen goldfarbenen Rahmen mit Rankenwerkverzierung.

Malerei hinter Spiegelglas. Auf der Rückseite des einen Spiegels ein handschriftlicher Vermerk auf einem Papierzettel: „Die 2 Spiegel .....36 xi mit folio zu belegen. 2........................................ Antoniuß Novo Spiegelmayro in wirtzbu....(?) .. 21. September 1758“. Beide mit altersgemäßen Spuren.

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