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MT5000 Silber - Saucière aus einem Hoftafelservice Kaiser Wilhelms II.
330 Euro
Auktion vom 19.1.2019
Prächtige Saucière aus dem ehemaligen Besitz Kaiser Wilhelms II. als König von Preußen. Silber mit Innenvergoldung, unterhalb des Ausgusses graviertes Monogramm „RW“ unter Krone. Reiches Relief - Dekorum mit Rocaillen und Blüten. Am Boden Datierung „94“. Wohl verschlagene Punze unterhalb des oberen rechten Griff - Ansatzes. Gewicht: ca. 400 g, Höhe: ca. 13,5 cm, Länge: ca. 21 cm.
Reise-Ikone in Form eines Triptychons, Russland, Bronze, partiell blau, weiß und gelbgold emailliert, 18. Jahrhundert. Die drei Flügel des Triptychons zeigen eine Deesis mit Christus als Pantokrator sowie der Gottesmutter Maria und Johannes dem Täufer zu seinen Seiten, jeweils vor floraler Ornamentik.Altkirchenslawische Tituli. Christus in seiner Linken die Heilige Schrift haltend, mit der Rechten den Segen erteilend. Maria und Johannes sind als Fürbitter der Menschheit Christus in Orantenhaltung zugewandt. Altersspuren, Emaillierung nur noch partiell vorhanden, ca. 17 x 45 cm. Provenienz: Karmelitenkloster Straubing.
Kaffee-Service, 13lötiges Silber, wohl um 1850-1870, Meisterpunze „FOEHR“ für Eduard Foehr, königlicher Hofjuwelier in Stuttgart. Bestehend aus einem großen ovalen Tablett (Länge: ca. 48 cm) mit Profilrand und zentraler Zierkartusche, einer Kaffeekanne mit gewölbtem Scharnierdeckel (Höhe: ca. 28,5 cm), einem großen Milchgießer (Höhe: ca. 17,5 cm), einem kleineren Milch- oder Sahnegießer (Höhe: ca. 13,5 cm) und einer Zuckerdose (Höhe: ca. 12,5 cm). Die Gefäßkörper gebaucht, auf abgesetzten Ständen, die Ohrenhenkel volutiert und mit Zierknäufen versehen. Alle Wandungen gouillochiert. Gesamtgewicht ca. 2.575 g.
Zehn elegante Silberteller, leicht gemuldet, mit glatter Wandung, die ansteigende, gekehlte Fahne umzogen von einem Kordelfries. Punzierung mit Pächterstempel für Paris 1782-1789, Meisterpunze, wohl für Antoine Brigal (Meister 1746, erwähnt bis 1791; vgl. Rosenberg, Bd. IV., Nr. 6686), Jahresbuchstabe 1786 sowie Tremulierstrich und weitere Punzen, unter anderem „ I / GALA“ im Oval. Insgesamt guter Zustand, partiell Kratzspuren, vereinzelt minimale Kerben.Durchmesser: ca. 24 cm. Gesamtgewicht: ca. 4.015 g.
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Nikolaus Trübner (Heidelberg 1849-1910 ebda.), Bruder des Malers Wilhelm Trübner (1851 - 1917). Nikolaus Trübner wuchs in einer Goldschmiedefamilie auf. Nach seiner Ausbildung in Hanau und Studienaufenthalten im Ausland in den 1880er Jahren Studium an der Kunstgewerbeschule in Karlsruhe bei Hermann Götz. 1885 wurde er Gründungsmitglied des Kunstgewerbevereins in Karlsruhe. Sein Lehrer, Hermann Götz, entwarf anlässlich der Vermählung des herzoglichen Paares Friedrich und Hilda von Baden ein Ensemble von Tafelaufsätzen in öffentlichem Auftrag. An der Ausführung war Nikolaus Trübner beteiligt, der im Zuge seiner qualitätvollen Arbeit zum badischen Hofgoldschmied ernannt wurde. Das vollständige Ensemble errang Beachtung auf der Kunstgewerbeausstellung in München und 1893 bei der Weltausstellung in Chicago. Wie Sylvia Sylla in ihrer Dissertation hervorhebt, war Nikolaus Trübner „in Chicago mit einer eigenen Vitrine vertreten“ (S. 25).
Vgl. S. Sylla, Nikolaus Trübner (1849-1910). Ein badischer Hofgoldschmied, Diss. Heidelberg 1999.
Vorliegend: Silberner Tafelaufsatz in Form einer ovalen, innen vergoldeten Doppelhenkelschale. Auf vier figürlich gestalteten Füßchen um einen ovalen Stand erhebt sich ein kurzer, glattwandiger Schaft als Träger für die ausladende, gebauchte Schale mit eingezogener Schulter und ausgreifender Mündung. Die über die Mündung hinausragenden Henkel sind in Voluten eingedreht. Die Henkel bekrönen zwei aus Knospen erwachsende Frauenköpfchen. Stand und Wandung des Aufsatzes zeigen die meisterhafte Ziselier- und Relief-Kunst Trübners. Zentrales Motiv der Wandung sind zwei von Medusenhäuptern gezierte Rocaillen - Kartuschen, eingestellt in Blumenranken. In der Stilisierung zeigt sich die Überwindung des Historismus hin zum Jugendstil an geschleiften Bändern und Lineaturen. Auf dem Stand findet sich die Punzierung mit der Feingehaltsangabe „900“, Halbmond und Krone sowie der Wortmarke „N. TRÜBNER“. Dem Objekt liegt ein altes Foto bei, das den Tafelaufsatz zeigt, präsentiert auf einem Podest auf schwarzen Samt. Das Foto trägt rückseitig die handschriftliche Bezeichnung: „Silberne Jardinière / innen vergoldet aus der Ausstellung von Skt. Franzisko (sic.) ...“. Höhe: ca. 39 cm, Länge: ca. 50 cm, Breite: ca. 22 cm. 900er Silber, ca. 2.530g. Angelaufen, sonst guter Zustand.
Bruckmann & Söhne / Heilbronn, um 1900. Gestempelt mit Halbmond & Krone, Feingehaltsangabe ,800’ sowie Adlerpunze, zudem auf beiden Leuchtern Wortmarke des Juweliers „Haeberlein“ / Nürnberg. Schlanke, konische Schäfte über rundem Stand, abgesetzte Tüllen mit herausnehmbaren Tropfschalen. Gedrehte Züge und reliefiertes Rocaillendekor. Geringe Altersspuren, Höhe: je ca. 24,7 cm, Gesamtgewicht: ca. 505 g.
Dreiarmiger Tisch - Leuchter, in 835er Silber gearbeitet, Hersteller-Punze Wilhelm Binder / Gmünd. Barock gestalteter Leuchter, godroniert, tüllentragender Schaft und zwei davon ausgehende, s-förmig geschweifte Leuchterarme mit zwei weiteren Tüllen. Partiell leicht gedellt. Höhe: ca. 28,5 cm, Gewicht: ca. 486 g.
Sechs silberne Speiselöffel und sechs silberne Kaffeelöffel, Nürnberg, 19. Jahrhundert, Meister L. Alexander (vgl. Rosenberg Bd. III, Nr. 4310) . Die Speiselöffel auf den Rückseiten der Laffen punziert mit Tremolierstrich, Buchstabenpunze „N“, und Meisterzeichen „L.A.L.“ in Herzform für L. Alexander, auf manchen Löffeln weitere kleine Buchstabenpunze. Die Kaffeelöffel ebenfalls mit Tremolierstrich sowie „N“-Punze gestempelt, drei davon auch mit Meisterzeichen von L. Alexander, auf den übrigen drei jeweils Speicherrad - Punze und Jahresbuchstabe.
Form und Dekor beider Löffelsätze spielen mit Bezügen auf Barock - Besteck. Die Schau- und Rückseiten mit geätzten Dekoren aus stilisierten Blatt- und Muschel - Motiven. Kaffeelöffel mit partiellen Resten von Vergoldung. Guter Gesamtzustand, Länge Speiselöffel: 19,5 cm, Länge Kaffeelöffel: ca. 12,5 cm. Gesamtgewicht: ca. 326 g.
Gotische Schatulle in Truhenform. Eisen, Messing und Kupfer, wohl 16. Jahrhundert. Rechteckiges Corpus auf vier über Eck gesetzten Kupfer - Füßen und scharniertem Buckel -Deckel mit beweglichem Tragegriff. Die Wandungen der Schatulle sind mit durchbrochen gearbeitetem Maßwerk überzogen und darüber flächendeckend mit Bändern verziert. Es alternieren breite, genietete und gravierte Bänder mit durchbrochen gearbeiteten Bändern. Hinter zwei Bändern verbergen sich Schlösser, die durch einen geheimen Schließmechanismus am Boden der Kassette durch ziehbare Stifte verschlossen und geöffnet werden können. Zur Tarnung der Schlösser sind Vor- und Rückseite der Schatulle gleich gestaltet. Ebenfalls der Täuschung dienen bewegliche Zierleisten, die zunächst einen Zweck vermuten lassen.
Altersspuren, zwei gedrehte Streben an den Seiten des Deckels wohl ergänzt, innen mit rezentem Filz ausgekleidet. Maße: 18 x 25 x15 cm.
- Messin und Eisen Kassette Schließmechanismus, gotische Schatulle -
Siebenarmiger schwerer jüdischer Messing-Leuchter, wohl um 1900. Die Menora gilt als eines der bedeutendsten religiösen Symbole des Judentums. Auf oktogonalem dreifach getrepptem Fuß applizierter Leuchter mit den traditionell sieben Kerzenhalterungen. Drei übereinander angeordnete und drehbare Leuchterarme. Höhe ca. 48 cm, Breite ca. 40 cm.