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GE4060 Anton Greiner, Großformatige Ansicht von Bamberg mit Vierkirchenblick
250 Euro
Auktion vom 12.8.2017
Anton Greiner: Bamberg 1914 - 2007. Studium an der Münchner Akademie. Porträt- und Landschaftsmaler, zahlreiche Bamberg-Ansichten und Fassadengestaltungen.
Motiv: Blick über die Stadt Bamberg mit dem Vierkirchenblick: St. Michael, Dom, Obere Pfarre, Stephanskirche.
Bleistift/Kohle auf Karton, unten rechts signiert „A. Greiner“, großes Format im Maß 80 x 158 cm, gerahmt. In der oberen rechten Ecke sowie unten rechts zwei Papierfehlstellen (ca. 3 x 3 und ca. 3 x 1 cm).
GE4060 Kaiser Wilhelm II., Maritime Schlachtenszene mehrerer Kriegsschiffe
3600 Euro
Auktion vom 24.2.2018
Wilhelm II. (Berlin 1859 - Doorn/Niederlande 1941): Letzter deutscher Kaiser (1888 - 1918) und König von Preußen. Sohn Kaiser Friedrichs III. (der sog. 99- Tage - Kaiser) und Enkel Kaiser Wilhelms I.
Motiv: Auf vorliegender Zeichnung sind von Kaiser Wilhelm II. mehrere Schlachtschiffe während eines erbitterten Seegefechts thematisiert.
Bleistiftzeichnung auf gelblichem Papier (leicht nachgedunkelt, im oberen rechten Bildfeld ein etwa 40 cm langer Riss im Papier), ca. 61 x 74 cm, unten rechts monogrammiert und datiert “W. Berlin 2/IV 93“. Darüber handschriftlich die persönliche Widmung des Kaisers an den Dedikanten: „Du sandtest von der Aue mir / das erste Kiebitz - Ei ! / Drum Fritze nimm zum Dank dafür / Dies Schlachten - Conterfei !“. Bei dem genannten „Fritze“ handelt es sich um einen engen Freund Wilhelms II., den Admiral Friedrich Hollmann (Berlin 1842 - 1913). Hollmann (seit 1905 geadelt „von H.“) war Admiral und Staatssekretär des Reichsmarineamtes (Vgl. dazu den ausführlichen Wikipedia-Artikel als Übersicht).
Unter Glas gerahmt. Die Zeichnung wurde im Jahre 1893 von Kaiser Wilhelm II. persönlich gefertigt. Seit seiner Jugendzeit hatte der spätere Monarch den Drang, sich auch künstlerisch zu betätigen. Fasziniert von der Marine suchte er sich Motive mit marinen und Schlachtenszenen.
Provenienz: Über den Freund des Kaisers, Friedrich von Hollmann, gelangte die Zeichnung testamentarisch über den Enkel Hollmanns in die Familie des aktuellen Eigentümers.
GE4060 Sascha Schneider (Nachlass), Szene aus Homers Ilias: Hector und Achill
180 Euro
Auktion vom 19.1.2019
Alexander (Sascha) Schneider: St. Petersburg 1870 - 1927 Swinemünde. Eigentlich Rudolph Karl Alexander Schneider. Deutscher Maler und Bildhauer, bekannt insbesondere als Illustrator der Buchtitel der Erzählungen von Karl May, u. a. „Durchs Wilde Kurdistan“, „Am Rio de la Plata“ etc. Studium an der Dresdner Kunstakademie, seit 1903 Bekanntschaft mit Karl May. Seit 1904 war Schneider Professor in Weimar. Teils in Florenz und Dresden tätig. Seine Motive sind insbesondere auch männliche Aktmodelle und heroisierende Szenen.
Motiv: Szene aus Homers Ilias: Achill tötet Hector.
Gouache/Öl auf Papier, unten rechts datiert „1890/91“, sowie auf dem Karton „Hector u. Achill 91“. 44 x 54 cm, auf Karton aufgeklebt. Teils Knicke und Beschädigungen, rechts einige rötliche Flecken, Altersspuren.
Rückseitig Nachlaßstempel Sascha Schneider und Ziffer „265“ mit Vermerk „unverkäuflich“. Provenienz: Aus dem Nachlaß des Künstlers; zuletzt bedeutende Bamberger Privatsammlung.
Literatur in Auswahl: H.-G. Röder, Sascha Schneider - ein Maler für Karl May, Bamberg 1995; S. Opitz (Hg.), S. Schneider, Ideenmaler und Körperbildner, Weimar 2013; Chr. Stark, S. Schneider - Ein Künstler des deutschen Symbolismus, Marburg 2016.
Wohl 18. Jahrhundert.
Motiv: Christus, den Blick zum Himmel gewandt,
vor ihm Lazarus, dem Grabe entstiegen und noch in ein Leichentuch gehüllt und zu Christus emporblickend. Neben diesem eine der Schwestern von Bethanien, im Hintergrund das Volk, das von Christus durch das Auferweckungswunder zum Glauben geführt wird.
Öl auf Leinwand, unsigniert/unbezeichnet, Holzrahmen, erneuerter Keilrahmen, ca. 146 x 136 cm. Doubliert, Altersspuren, Farbfehlstellen, craqueliert etc.
Lit: Die Kunstdenkmäler von Bayern, hg. v. Bayer. Landesamt f. Denkmalpflege, Bd. V, 2. Viertelband: Die Kunstdenkmäler von Oberfranken / Stadt Bamberg, Immunitäten der Bergstadt Bd. 2, Bamberg 2003, S. 209 und 212. Provenienz: Karmelitenkloster Bamberg.
GE4060 Unbekannter Künstler, Sommerliche Wald- und Wiesenlandschaft mit Bachlauf
150 Euro
Auktion vom 25.1.2020
Wohl um 1860.
Motiv: Ein sommerlicher Bachlauf, der sich seinen Weg über grüne Wiesen und vorbei an kräftigem Baumbewuchs sucht. Im Hintergrund bewaldete Gebirgslandschaft.
Öl auf Leinwand, auf Karton aufgebracht, unbezeichnet/unsigniert, ca. 30 x 22,5 cm, rückseitig bezeichnet „Friedrich Nerly 1807 - 78 Ital. Landschaft“. In goldfarbenem stuckiertem Rahmen. Teils Altersspuren, craqueliert, Bereibungen.
Hans Liska: Wien 1907 - 1983 Scheßlitz/Bamberg. Maler, Zeichner und Illustrator. Studium an der Wiener und der Münchner Kunstgewerbeschule. Kriegsskizzenbücher, Städteansichten, Tanzdarstellungen u. a.
Motiv: Zwei spanische Flamenco - Tänzerinnen, die eine in weitem Kleid in dynamischer Tanzbewegung, die zweite seitlich stehend in stolzer Körperpose.
Öl/Pastell auf Papier, unten rechts signiert „Hans Liska“, unten mittig eine persönliche Widmung des Künstlers „Meinen lieben Freunden Gisela und .....(?) herzlichst zugeeignet“. Ca. 40 x 45 cm, unter Glas gerahmt (mit Passepartout).
Lit.: Vollmer Bd. 6, S. 220; J. Lehmann: Appell ans Humane. Zu Leben und Werk Hans Liskas. Aus Anlaß seines hundertsten Geburtstages, Lichtenfels 2008; Chr. Vieweg: Hans Liska. Skizzen, Szenen, Situationen – Mit Mercedes-Benz in aller Welt, Bielefeld 2008.
Francisco de Zurbaran: Fuente de Cantos 1598 - 1664 Madrid. Studium der Malerei in Sevilla, u. a. in Madrid tätig.
Motiv: Seitlich gegebene ganzfigurige Darstellung der Santa Marina von Bithynien, die der Überlieferung zufolge im 5./6. Jahrhundert n. Chr. lebte und deren Festtag der 18. Juli ist. In der linken Hand hält sie ein Buch, in der Rechten einen Stab, der einen Hund (als Anspielung auf den Teufel) im linken unteren Bildbereich fernhält. Auf dem linken Arm eine farbenreiche gestreifte Tasche. Der Blick der Heiligen mit schwarzem Hut ist seitlich zum Betrachter gewandt.
Öl auf Leinwand, unsigniert/unbezeichnet, ca. 103 x 82 cm, goldfarbener Rahmen (113 x 93 cm), doubliert, altrestaurierter Zustand, craqueliert, einige kleinflächige Retuschen außerhalb des Figurenbereiches. Das Original Zurbarans entstand um 1640/50 und ist Inventar des Museums Carmen Thyssen in Malaga.
Genremaler des 19. Jahrhunderts. Interieur mit offenstehender Veranda-Tür, durch die der Blick des Betrachters über einen sonnenbeschienenen Weg in einen Garten geführt wird. Im dargestellten Raum bildet das Hauptmotiv ein Schreibsekretär, an dem ein ein Mann in Hausrock und Mütze über ein Schriftstück gebeugt sitzt. Auf der Schreibplatte zwei Kerzenleuchter. Rückseitig mit Bleistift bezeichnet "Fol 79 / 94.40 (...) L. St.". Öl auf Pappe, Malschicht verschmutzt und craqueliert, ca. 20x26,5 cm.
Hans Hartig: Carvin (Pommern) 1873 - 1936 Berlin. Marine- und Landschaftsmaler, Städte- und Hafenansichten etc. Studium an der Dresdner und der Berliner Akademie (u. a. bei E. Bracht).
Motiv: "Abend am Haff (nach dem Wetter)" (rückseitige Bezeichnung durch den Künstler). Auf mehreren Fischerkähnen richten die Fischer ihre Segel und Netze in der Abenddämmerung.
Öl aufPlatte, unten rechts signiert "Hans Hartig", 37 x 52 cm, gerahmt.
Lit.: Thieme/Becker Bd. 16, S. 72; Benezit Bd. 6, S. 773.
Arpad Bardocz : 1882 - 1938.Motiv: Eine alte Frau sitzt, gedankenversunken den Blick zur Seite gerichtet, mit verschränkten Händen auf einem Armlehnsessel.
Öl auf Leinwand, 70 x 50 cm, rückseitig bezeichnet "Bardocz Arpad 1882 - 1938", Leinwand ungerahmt.